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Die
Ereignisse und Veränderungen
Von Schwarze Husaren Hülchrath |
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| Schloß Hülchrath war ursprünglich der Sitz einer Grafenfamilie, die sich nach dieser Burg benannte und als direkte Nachfolger der frühmittelalterlichen Grafen im Gillgau angesehen wird. Der Besitz dieser Grafen war umfangreich. Er umfaßte einen parallel zum Rhein verlaufenden breiten Geländestreifen, der im Norden bei Büttgen begann und im Süden bis an die Stadtgrenze Köln reichte. Älteste Besitzungen Kurkölns, etwa Zons und Neuss, nehmen sich gegenüber diesem zusammenhängenden Besitzkomplex der Grafen von Hülchrath eher bescheiden aus. |
| Im Jahre 1175 starben die Grafen von Hülchrath in männlicher Linie aus. Verschiedene Grafenfamilien befanden sich danach im Besitz von Hülchrath: die von Sayn, von Sponheim und von Kleve. Im Jahre 1314 gelang es dem Erzbischhof Heinrich von Virneburg (1304-1332), die Grafschaft für 30000 Gulden käuflich zu erwerben. Damit war ein tiefer Einschnitt in der politischen Geschichte des unteren Erftgebietes gegeben: Die große Landmasse der ehemaligen Grafschaft Hülchrath gelangte an Kurköln und bildete hinfort zusammen mit dem Altbesitz Kurkölns ein großes zusammenhängendes Gebiet, das den gesamten Zwischenraum zwischen den Städten Köln und Neuss ausfüllte. Für die Ausbildung eines geschlossenen kurkölnischen Territoriums war der Erwerb von Hülchrath eine entscheidende Phase. Allerdings wurden die kurkölnischen Ansprüche auf dieses Gebiet durch die Herren von Dyck bestritten. |
| Hülchrath wird also erst zu Beginn des 14. Jahrh. zu einer kurkölnischen Landesburg. Davor war die Burg Mittelpunkt einer selbstständigen gräflichen Herrschaft von erheblicher geographischer Ausdehnung. |
| Nach Abzahlung der Kaufsumme durch das Domkapitel in Köln wurde die Burg 1323 kurkölnischer Amtssitz. Die Burg lag an strategisch wichtiger Stelle im Vorfeld des Kurstaates gegen das Herzogtum Jülich. Es war daher unvermeidlich, daß sie in die immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen zwischen diesen beiden Territorien einbezogen wurde. |
| Im Jahre 1499 wurde Hülchrath von den Jülichern verwüstet, nachdem die Burg belagert worden war. Im Jahre 1583 mußte sich Hülchrath während des Truchsessischen Krieges den Truppen des Herzogs Friedrich von Sachsen ergeben, nachdem die Gräben trockengelegt und in die Mauern Breschen geschossen waren. Noch im gleichen Jahr wurden die Schäden, die die Burg davongetragen hatte, wieder ausgebessert. Sie war damit wieder voll funktionsfähig, was erklärt, daß sie im Dreißigjährigem Krieg erneut belagert und eingenommen werden mußte. Wiederum erlitt sie schwere Schäden. |
| Die französische Eroberungspolitik der Jahre 1688/89 bedeutete für Hülchrath wie für so viele andere rheinische Burgen das Ende als Wehranlage: Alle Befestigungen der Anlage wurden geschleift. Und noch einweiterer schicksalhafter Vorgang verbindet sich mit französischer Herrschaft am Rhein: Im Jahre 1798 verkaufte Frankreich die Burg als Domäne an einen privaten Eigentümer. |
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