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In diesen Tagen und
Wochen feiern die Schützen allerorts wieder ihr Jahreshochfest, mit
all seinen festlichen Höhepunkten.
Im Leben unserer Region hat das Schützenfest
eine alte und stolze Tradition, wie kaum ein anderes Ereignis.
Die Schützen sind gerüstet und haben
besonders ihre Schützenmontur auf Vordermann gebracht, so soll natürlich
der Schützenrock mit seinen Schützenorden ganz bestimmt unter die
Lupe genommen werden.
Bei vielen Schützen hat die Anzahl
der Orden stark zugenommen, so dass beim Marschtritt schon unüberhörbar
ein Ordensgeklimper wahrzunehmen ist.
‚Ordenbeladen
mit Hut und Gewehr,
kommt der
Schütze daher’
So ist es nun einmal beim höchsten
Fest der Schützen.
Was steckt dahinter, eben nur die
Tradition vieler Generationen vor uns, die das gleiche wollten, wie
die Schützen heutzutage?
Ganz sicher ist es überwiegend Traditionssache
und muss es auch bleiben. Sind nicht die Schützen in erster Linie
stolz auf ihre jahrhundertealte Tradition und ihres Bestehens.
Zur Pflege der Tradition bei den
Schützen und damit auch besonders der Geselligkeit zählt auch die
Verleihung
der Orden.
Dafür haben die Schützen eine ganz
bestimmte Zeit am Schützenfestsonntag vorgesehen. Hier wird in feierlicher
Form und Rahmen ein Tagesordnungspunkt unter –Ehrungen- ohne Unterschied
von Stand und Person als fester Bestandteil des schützenfestlichen
Programms durchgeführt.
Bei den Schützen ist es auch völlig
unbestritten, dass die Traditionspflege den ersten Rang einnimmt.
Dazu zählt natürlich die Anerkennung und Würdigung der Schützentätigkeit
durch die Verleihung entsprechender Orden.
So ist es ja auch, dass die Schützen
nicht allein ein Ordensverleihungsmonopol für sich in Anspruch nehmen.
Orden werden verliehen von Städten, Kirchen, Land und den verschiedensten
Gesellschaften. Hier wird natürlich nicht willkürlich bei Ordensverleihungen
verfahren, nein, es gibt da schon ganz bestimmte Vergabebestimmungen.
Wer nun schließlich glaubt, dass
beispielsweise im Winterbrauchtum die Bestimmungen bei der Vergabe
nicht so ganz streng seien, der irrt ganz gewaltig. Hier ist eindeutig
festzustellen, dass man sich auch da keineswegs einen Orden kaufen
kann, sondern man muss ihn sich schon hart erarbeiten.
Nun, da kennen wir auch so ein Sprichwort
und das trifft gelegentlich zu, wo es heißt:
‚Das Pferd,
das den Hafer verdient hat,
bekommt ihn
nicht’.
Aber seien wir ehrlich, nur ein schlechter
Pferdehalter wird seine guten Pferde nicht erkennen und sie entsprechend
belohnen. Für den Fall jedoch, dass ausnahmsweise einer bei der Vergabe
eines verdienten Ordens vergessen werden sollte, so finde ich es durchaus
legitim, wenn auch nicht gerade nobel, aber wie gesagt, ganz regulär,
einen Orden anzumahnen.
Wir wissen ja alle, es gibt Leute,
die im Stillen arbeiten und keine großen Zimborien von sich machen,
um diese geht es.
Wie sagt man:
‚Bescheidenheit
ist eine Zier,
doch weiter
kommt man ohne ihr.’
Wer allerdings dabei schmollt und
sich quasi in`s Schneckenhaus beleidigt verkriecht, der ist schnell
abgehakt und isoliert.
Nun, es ist, so meine ich, bei uns
Schützen ganz unbestritten, dass gegen Orden nicht wirklich negatives
einzuwenden ist. In der Tat kann auch gar nichts dagegen gesagt werden,
was Hand und Fuß hätte. Es wird Orden geben solange die Welt besteht.
Trotzdem wird es Regionen geben, die keine Orden wollen, besser gesagt,
die tun nur so, sie haben doch welche. Ja! Manche fühlen sich sogar
an die kahle ordenslose Brust. Wie gerne hätten sie ein solches Metallstück
am Kragen ihres besten Anzuges. Sie gehören zu der Gruppe, die schon
Orden mögen und sie auch tragen, wenn sie denn auch schon solche hätten.
So kenn wir denn auch eine andere Gruppe, die Orden haben, aber sie
aus den verschiedensten Gründen nicht tragen. Die nun entscheidend
kleine Gruppe ist die, die keine Orden wollen –absolut nicht. Sie sind eben dagegen, weil
sie gegen alles sind oder vielleicht auch, weil sie bisher noch keinen
Orden haben und sicher auch keinen mehr erwarten können.
Also, von Orden hat schließlich auch
jeder Schütze seine eigenen Vorstellungen und keinem wird irgendwas
vorgeschrieben. Wer für Orden ist, wer gegen Orden ist, alle haben
recht, was soll`s.
Aber was sagt unser hoffnungsvoller
Schützennachwuchs, unsere Edelknaben:
Wenn ich
groß bin,
dann mach
ich es wie der Großvater und der Papa,
ich werde
viele kleine und große Orden tragen,
an meiner
Schützentracht am grünen Kragen.
Ich setz
mich ein mit voller Kraft,
für unsere
alte, immer junge Schützenbruderschaft
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